Mario Barth riecht streng
27.10.07
Eigentlich ist Komik ein einfaches Business. Im Gegensatz zu Boxen oder Büroarbeit hat man nämlich nur ein Ziel: man muss die Leute vor sich zum Lachen bringen, wie, das ist zweitrangig. Mal lachen Sie, weil man sich auf der Bühne zum Affen macht, wild rumgrunzt, hüpft und blödelt. Oder singt *schauder*… Dann wieder portraitiert man einen gesellschaftlich geächteten Stereotypen, indem man mit einem fremden Dialekt oder einem Sprachfehler spricht und komische Klamotten trägt, die längst aus der Mode sind oder es nie waren. Auf höherem Niveau kritisiert man die Gesellschaft, und die Leute beginnen zu lachen, weil Sie sich selbst wiedererkennen. Die höchste Stufe ist dann die Weltpolitik, da wird dann nur noch aus Verlegenheit gelacht, denn eigentlich tut Wahrheit weh… Und dann gibt es da noch Mario Barth. (Read the article)
Eigentlich war ich mit meiner Rolle als Bankräuber in meinem Debutstück im Kleinen Theater Essen schon total ausgebucht, denn gerade zur Premiere hin wurde der Probenplan dichter und dichter. Ich hatte aus Zeitgründen schon eine Rolle in einem Marple-Thriller ausschlagen müssen, aber als mir Ingo im Herbst das Skript zu „Glückliche Umstände“ in die Hand drückte, konnte ich nicht Nein sagen.