Döner macht Schöner #1 - Burger King (überall)

Eigntlich sollte dies hier offensichtlich eine Serie über Döner Pide/ Gyros Kebab werden, die ich mit schöner Regelmässigkeit während der Arbeit zu Mittag esse. Entgegen Ihres Rufes sind sie nämlich (in Maßen) alles andere als ungesund: Brot, Fleisch, Salat und Joghurtsoße, alles Bestandteile einer ausgewogenen Mahlzeit, und im Idealfall auch noch richtig lecker - für kleines Geld kriegt man damit unterwegs den gröbsten Hunger gestillt. Doch nicht immer ist Gold, was (fettig) glänzt: Mal mit falschen, ungesunden Zutaten, mal überteuert, mal unfreundlich dargereicht, hier erfahrt Ihr, wo sich ein Besuch lohnt, und wo man lieber fern bleiben sollte. Und exakt für den letzteren Fall führe ich als Erstes eine Alternative an: die häufig unterschätzte Burgerschmiede Burger King.

Ohne Blick auf die Landkarte weiss man sofort, wer von den beiden Burgerkonkurrenten als erstes Fuss im deutschen Markt gefasst hat. McDonalds sind nicht nur fast so häufig zu finden wie Sparkassen, auch auch aus dem Sprachgebrauch der heutigen Jugend ist „Mäcces“ kaum mehr wegzudenken. Für mich ist allein schon das ein Grund, diesem Laden fern zu bleiben - wer „Super-Size Me“ gesehen hat, versteht was ich meine, wenn ich es unverantworlich von einem Fast-Food-Unternehmen finde, gezielt Kinder anzusprechen.

Auch was die Qualität der Nahrungsmittel angeht, finde ich (und das ist keine Glaubensfrage), hat Burger King die Nase vorn: ob es das ordentliche Fleisch oder der frische Salat ist, man schmeckt den Unterschied. Für den gleichen Preis erhält man bei BK nicht nur einen Hauch mehr Burger (<5%, aber immerhin) , sondern auch noch eine Option, die auch aufgrund der Dominanz von Macces in Deutschland praktisch niemand nutzt, wo Sie doch im Slogan zu finden ist: Have it your way.

Grob übersetzt heisst have it your way so viel wie „Kriege es wie Du es möchtest“. Keine Gurke auf dem Burger? Kein Problem. Extra Käse? Gerne (25c). Oder mein spezieller Favorit: Eine Scheibe Tomate auf dem Cheeseburger? Sofort, und ohne Aufpreis! Sossen, Zutaten weniger oder mehr, jeder darf sich bei BK den eigenen Lieblingsburger basteln, anstatt sich an die starren Vorgaben zu halten, die bei der Konkurrenz forciert werden.

Mittlerweile bestelle ich mindestens einmal die Woche am Drive-In, meistens 2 Cheeseburger mit Tomate und Sour Cream, extra warm (damit die Tomate auch Burgertemperatur erreicht). Die Sour Cream stellt dabei in Deutschland das Personal schon mal vor eine schwierige Aufgabe, als Antwort hatte ich alles von „Klar, gerne“ (und sogar kostenlos; Bochum) über „müsste ich dann etwas extra berechnen“ (15c für 2 Burger; BAB bei Meerbusch) bis „ham wa nich“ (Angestellten wussten nicht, wo sie die Sosse herkriegen sollten - in so einem Fall nicht unterkriegen lassen; Oberhausen). Für mich der ideale Dönerersatz, und vor allem überall von gleichbleibender Qualität, was man von der turkoallemannischen Brotspeise vor allem ausserhalb grosser Städte kaum behaupten kann…

Grundsätzlich ist ein Burger Fast Food, und sollte auch als solches behandelt werden - wer zuhause zu faul zum Kochen ist und stattdessen “eben mal” eine gute halbe Stunde damit verbringt, irgendwo mit dem Auto Fertigfutter abzuholen, macht grundlegend etwas falsch. Sicher, ich bin auch nicht perfekt - anstatt mir morgens im Büro Stullen zum mitnehmen zu schmieren schlafe ich lieber eine halbe Stunde länger, und muss dann auf Montage zwischen 2 Terminen auf wirklich gesunde Ernährung verzichten. Auf der anderen Seite kriege ich so etwas Warmes, und wenn man etwas darauf achtet, was man da bestellt (kein Super-Size-Me) tut man sich nichts Schlimmes an:

Cheeseburger Burger King / Getunter Cheeseburger (s.o.)/ Leckere Hähnchen-Reis-Pfanne mit Tomaten, Paprika, Zwiebeln, 1 Portion zum Vergleich

    kcal: 322 / 360 / 450
    Eiweiss: 17 g / 17 g / 49 g
    Kohlenhydrate: 29 g / 30 g / ? g (aber sicher einiges, dank Reis)
    Fett: 16 g / 19 g / 64 g (Öl, Fleisch, Butter zum Anbraten…)

Man sieht hier sehr schön, dass ich meine Recherche gemacht habe ^^ Darüberhinaus ist aber offensichtlich: 2 Burger haben deutlich mehr Kalorien als eine selbst gemachte Mahlzeit, und das trotz vergleichsweise wenigen Kohlenhydraten, die man am Besten durch Obst ersetzt - das Brot hat einen Nährwert um den Gefrierpunkt. Das bedeutet aber auch, dass das Sättigungsgefühl bei weitem nicht so intensiv und vor allem langlebig ist - für mich ist das OK, da ich i.d.R höchstens 6 Stunden später zu abend esse und auf ein lähmendes Völlegefühl verzichten kann, während ich mich aalgleich um die Unterhaltungselektronik der Kundschaft winde :D Gleichzeitig verleitet dieser Umstand aber dazu, noch mehr zu essen, anstatt einfach zu warten, bis sich die Sättigung einstellt. Daher auch hier nochmal: genau drauf achten, wie viel Ihr wovon esst! Und denkt dran: Der Genuss von sehr fetthaltigen Speisen sollte unbedingt durch Salat und Mineralwasser anstatt durch Cola und Fritten unterstützt werden, mit einem Apfel abgerundet und mit Sport verbrannt werden. Adipositas ist nicht lustig!

Probiert selbst doch mal aus, was man bei Euch Interessantes auf den Burger bekommt, und was es kostet! Postet Eure Lieblingskombinationen in den Kommentaren.

PS: Da es sich hier um eine Serie handelt, werde ich in den Folgeartikeln kein „Eigentlich“ mehr voranstellen. Is aber eigentlich egal.

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