Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Buchkritik
Eigentlich schade - jetzt, nach den letzten Zeilen des Buches ist es wohl endgültig vorbei mit Harry Potter und den wundervollen Abenteuern des kleinen Zauberers in der Magierschule Hogwarts. Auf der anderen Seite habe ich schon seit längerem nicht mehr den Spaß an diesen Geschichten, wie noch zu Beginn der Serie, denn viel hat sich seit dem Debüt verändert. Was ich damit sagen will, und warum ich dennoch der festen Überzeugung bin, dass auch “Die Heiligtümer des Todes” ein tolles Buch für alle Fans ist, erfahrt Ihr in diesem Artikel.
Schon in Teil 4 schwangen neue Untertöne mit. Aus der kindlich-naiven Abenteuerwelt heraus wird Harry in einen offenen Krieg rauskatapultiert. Wo vorher wildgewordene Fabelwesen und verbotene Zaubersprüche die schlimmsten Bedrohungen darstellten, stirbt bald in jedem Kapitel eine mehr oder minder liebgewonnene Figur. Zunächst noch in den Festen der Zauberburg Hogwarts sicher aufgehoben, befindet sich der kleine Zauberer schliesslich auf der Flucht vor den Häschern des dunklen Lords.
Hier treffen wir Harry nun in Teil 7: mit seinen Freunden und Schulkameraden Ron und Hermione ist der Held untergetaucht, während in der Welt der Zauberei ein verbitterter Krieg tobt, der immer mehr nach einem Sieg für die dunkle Seite aussieht. Verzweifelt versuchen die Drei, einen Weg zu finden, Lord Voldemort, dem Heerführer der Todesser , das Handwerk zu legen. Dabei stossen Sie auf eine Legende über mächtige Waffen, die Heiligtümer des Todes, die Ihnen die Macht verleihen könnten, den dunklen Lord zu überwinden. Doch Voldemort erfährt von Harry’s Vorhaben, und so beginnt ein Wettrennen, dessen erster Preis das Leben aller ist, die Harry nahe stehen.
Das Buch ist nicht schlechter geschrieben als die hervorragenden anderen Teile. Aber es unterscheidet sich dennoch von Teil 1 wie Tag und Nacht. Die gesamte Märchenatmosphäre ist der Serie verloren gegangen, seit Hogwarts und der Unterricht dort nicht mehr im Mittelpunkt der Serie stehen. Die Thematiken sind mit der Hauptfigur erwachsen geworden, Kindern kann man dieses Buch sicherlich nicht mehr vorbehaltlos in die Hand drücken.
Genau diese Naivität war es jedoch, die diese Bücher für mich ausgemacht haben, und die die ersten 3 Teile für mich zu echten Klassikern macht, die durchaus neben einer unendlichen Geschichte Bestand haben können. Danach bleiben die Bücher spannend, man möchte ja wissen, wie es weiter geht. Dennoch hätte ich mir gewünscht, das Ende dieser Serie beweinen zu können. So sehe ich durchaus einen runden Abschluss, aber ich hätte einen weiteren Teil auch mehr aus Interesse als Faszination gelesen.
Die Story ist gut, und wer die anderen Teile verschlungen hat - nun, Euch muss ich dieses Buch nicht ans Herz legen, schliesslich wollt Ihr wissen, wie es ausgeht, und welche der zahllosen Gerüchte nun wahr sind oder nicht. Wer aber neu in das Universum eintritt, sollte sich die Faszination und die Geheimnisse von Anfang an geben. Viel Spaß beim Lesen, speziell wenn Ihr bis zum Release der deutschen Ausgabe gewartet habt (bspw. auf der Nachbarschaft von , wo jetzt erstmal ne Woche Funkstille herscht ^^)!